Fichtelberg

Fichtelberg

Beschreibung

Der Fichtelberg ist mit 1214,79 m ü. NHN1 der höchste Berg in Sachsen. Gemeinsam mit dem nahe gelegenen Klínovec (Keilberg; 1243,7 m n.m.) auf tschechischer Seite bildet er das bedeutendste Wintersportzentrum des Erzgebirges.

Details

Der Berg erhielt seinen Namen nach einem damals vorhandenen natürlichen Fichtenwaldbestand. Der Fichtelberg erhebt sich innerhalb des Mittleren Erzgebirges im Naturpark Erzgebirge/Vogtland rund 1,5 km nördlich der Staatsgrenze. Am südlichen Bergfuß liegt mit dem Kurort Oberwiesenthal im Pöhlbachtal die höchstgelegene Stadt Deutschlands. Etwa 750 m südsüdwestlich befindet sich als wenig markanter Nebengipfel des Fichtelbergs der Kleine Fichtelberg (auch Hinterer Fichtelberg genannt; 1205,6 m). Zirka 4 km südsüdöstlich erhebt sich mit dem tschechischen Klínovec (Keilberg; 1244 m) die höchste Erhebung des Erzgebirges. In den nassen Quellmulden und Hochmooren am Fichtelberg haben zahlreiche Bäche ihren Ursprung. Der bedeutendste dort entspringende Fluss ist die Zschopau.

Das erste nachweisbare, von Oskar Puschmann projektierte, Fichtelberghaus wurde in den Jahren 1888/89 auf dem Plateau des Fichtelbergs erbaut. Es wurde am 21. Juli 1889 eröffnet und 1899 durch einen Anbau erweitert. 1910 wurde das Haus wegen des Andrangs auf dem höchsten Berg Sachsens nochmals vergrößert. Mit dem Bau der Fichtelberg-Schwebebahn im Jahr 1924 stiegen die Besucherzahlen weiter an.

Am Abend des 25. Februar 1963 brach im Fichtelberghaus ein Brand aus. 180 Feuerwehrleute aus dem gesamten Landkreis Annaberg wurden alarmiert und waren an der Brandbekämpfung beteiligt. Wegen starker Schneeverwehungen auf der Zufahrtsstraße mussten sämtliche Löschmittel mit der Schwebebahn auf den Berg gebracht werden. Wegen des Wassermangels und einer bei −15 °C eingefrorenen Schlauchleitung, die von Oberwiesenthal auf den Berg gelegt worden war, gelang es nicht, den Brand zu löschen. Das Gebäude brannte bis auf die Grundmauern nieder.

Am 22. Juni 1965 wurde der Grundstein für ein neues Gebäude gelegt. Bis zur Eröffnung am 28. Juli 1967 entstand ein Neubau mit einer nüchternen, DDR-typischen Betonarchitektur und einem integrierten, schmucklosen und 42 m hohen Aussichtsturm. Für den Bau auf ihrem höchsten Berg stellte die DDR 12 Millionen Mark zur Verfügung. Im Erdgeschoss befand sich ein großes Selbstbedienungs-Restaurant, im Obergeschoss waren eine Grillbar, ein Konzertcafé und ein Konferenzsalon untergebracht; in diesen Einrichtungen fanden insgesamt 600 Gäste Platz. An der Innengestaltung wirkten namhafte Künstler mit, so gestaltete Hans Brockhage die Holzwände im Vestibül und den Raumteiler in der Selbstbedienung. Carl-Heinz Westenburger schuf ein Wandbild für die Stirnwand des Salons, auf dem er das Sportleben auf dem Fichtelberg darstellte. Ende der 1990er Jahre wurde das Fichtelberghaus in Anlehnung an das alte Gebäude umgebaut und am 18. Juli 1999 wiedereröffnet. Der neu errichtete Aussichtsturm ist nur noch 31 m hoch.

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